Der Schreck, der Platinring, Barendorf am Strand

Ein Anruf auf dem Notfallhandy und eine nette E-Mail im Eingang. Ein Platinring verabschiedete sich am Hundestrand in Barendorf. Ich rief den Auftraggeber zurück, jedoch war der Handy-Empfang sehr schlecht. In Bruchstücken erfuhr ich, dass das Ehepaar bereits auf dem Weg nach Travemünde war, um ein Kindersieb zu kaufen. Grund! Sie wollten damit Ihren Ring wiederfinden. Kann man machen, muss man aber nicht! ;-) Wir vereinbarten zeitnah einen Termin um 17 Uhr! 

 

Ankunft am besagten Tatort: wie zuvor vereinbart, wartete der Auftraggeber vor einem Parkplatz. Ich erkannte ihn zügig. Weißes Shirt und sehr, sehr groß. 2.10 locker! Ich fragte den Auftraggeber: "Soll ich Sie mitnehmen". Seine Antwort: "Nein - ich muss den Frust ablaufen." Wir parkten und warteten auf dem Parkplatz - eine Dame schenkte uns sogar noch ihren Parkschein. Bingo! 

 

Gemeinsam ging es zum Tatort. Hierbei erklärte uns der Mann sein Tag: "Wir wollten einen schönen Urlaub machen. Heute waren wir genervt, weil eine Frau neben uns alles kommentierte. Am Ende fing sie noch an zu rauchen! Irre! Ich hatte meinen Ring nur auf den Schoss gelegt, ihn aber später vergessen. Wir haben mit den Händen gesucht, aber kein Erfolg. Wir gaben der fremden Person noch unsere Rufnummer und sind dann los." Ich dachte nur, während wir zum Strand gingen, wenn das mal gut geht. Fremde Menschen und hohe Werte sind keine gute Mischung. Aber wir wollten vom "Guten" ausgehen! 

 

Dort angekommen, startete die Recherche sofort. Suchzeit unter einer Minute! TOP! Anmerkung: Der Ring war sehr tief und ein Sieb hätte niemals gereicht. Was auch der Auftraggeber bemerkte und sagte: "Sie anzurufen, war die beste Idee!". Wir gingen zurück. Seine Worte beim Abschied: "Jetzt ist der Urlaub gerettet. Ich hätte mir zwar einen Neuen kaufen können, aber es wäre niemals der Originale gewesen." 

 

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Der Ringfahnder an der Ostsee.