Die Münze, der Ring: Wo ist das Ding?


Kein seltener Anblick - Ringretter helfen!
Kein seltener Anblick - Ringretter helfen!

Eben noch ein entspannter Tag am Strand; doch auf einmal ist der Ehering weg!?  Was tun?

 

Sagen wir es einmal so; " Strandbereiche sind wahre Wunder - Schmuck dauerhaft verschwinden zu lassen.' Und selbst wenn der Betroffene im erstem Moment glaubt: "Der Bereich ist gut eingrenzbar, also schnell mit den Händen wühlen.", liegt er oftmals falsch. Gerade solche "einfachen" Fälle stellen sich in der Nachbetrachtung oft als hartnäckig heraus. Und so kann es passieren, dass der Ring manchmal unvermutet einen Strandabschnitt weiter liegt und der Suchteinsatz Stunden dauert. Was in den Abendstunden völlig legitim ist. 

 

Und selbst wenn Sie eventuell richtig liegen, und sich der Partner bereits als Indiana Jones versucht, sollten Sie trotzdem vorher einen kleinen Testwurf machen. Wie? Indem Sie eine 2 Euro Münze opfern und diese ebenfalls irgendwo in den Sand werfen. Sorgen Sie aber vorher dafür, dass derjenige, welcher partout keine Auftragssuche möchte, nicht sieht wohin das Geldstück fliegt bzw. flog. Dann zeigen Sie ihrem Partner die grobe Richtung und lassen ihn mit den Händen suchen ("lustiger" Anblick). Die Überzeugung sollte relativ schnell erfolgen, dass es vielleicht doch besser wäre, wenn sich jemand mit professioneller Ausrüstung Ihrem Problem zeitnah annimmt. Denn die soeben geworfene Münze bleibt, wie der vermisste Ehering, ebenfalls zu 99% verschwunden. 

 

"Wie, da lag mein Ring?" - ist ein nicht selten gehörter Satz, nachdem der Ring wieder unerwartet woanders auftaucht. Wenn ich dann noch zusätzlich höre: "waaaas, so tief?" - spürt man wie wertvoll unsere Leidenschaft für Fremde ist. Das darauffolgende Lächeln und die Freude von unserem "Mandaten" sind sowieso grundsätzlich unbezahlbar, sobald der vermisste Schmuck frisch aufgefunden präsentiert wird. Natürlich wünsche ich, dass Sie Ihren Ehering, Hotel- oder Autoschlüssel selbstständig und mit einer systematischen Recherche wiederfinden. Die grün markierten Leitfänden sollten zumindest beachtet werden, damit die spätere Recherche mit professionellen Metalldetektoren dennoch gelingt. Und glauben Sie mir, ich spreche aus langjähriger Erfahrung! Jetzt erst einmal ein paar weitere Tipps und Tricks.

  • Suchen Sie mit System und nur mit vertrauensvollen Mitmenschen. Sagen Sie niemanden Gravur oder Inschrift! Das ist später Ihre und meine Sicherheit !!!
  • Versuchen Sie Ihre Recherche unauffällig zu gestalten.
  • Tragen Sie den Sand (bei kleiner Fläche) bis zur verdichten Unterschicht ab.  
  • Durchsuchen Sie den Aushub und bringen Sie ihn zu einem Ort wo Sie Ihren z.B. Ring nicht vermuten!
  • Bitte nicht dichter an die Wasserlinie. Behalten Sie die Übersicht.
  • Diese Anleitung funktioniert sofern der Bereich auf wenigen Quadratmeter eingrenzbar ist!  Tiefer Eingetreten? Später kein Problem! Wir detektieren später mit Hochleistungsgeräten!
  • Auch bei einigen Strandkorbvermietungen sollte Vorsicht geboten sein. Nicht alle sind wohlgesonnen. Leider! Sagen Sie notfalls, vorausgesetzt Sie haben dabei ein mulmiges Gefühl, Sie hätten ihn bereits wiedergefunden.
  • Kinder sollten erst einmal mit dem Spielen aufhören (Fundverschleppung).
  • Suchen Sie mit den Händen und langsam. Ein Netz hat oftmals geholfen.  
  • Nur maximal 2-3 Personen. !
  • Sofern der Ort nicht bekannt durchsuchen Sie weitere Alternativen. Strandkorb, Tasche und Kinderwagen sind oft Übeltäter. 
  • Entspannen Sie sich. Machen Sie sich vom Gedanken frei, dass es unmöglich sei einen kleinen Ehering im Sand wiederzufinden.
  • Erschaffen Sie Markierungen, dort wo Sie bereits gesucht haben. Aber bitte unauffällig. ;-)
  • Keine Plakate und wirklich niemanden erzählen. 
  • Auch keine Veröffentlichung im Internet. Das zieht nur böse Geister an!
  • Wenn Sie jemand fragt, dem Sie nicht vertrauen, Sie haben "nur" einen Schlüssel verloren. Nie den genauen Ort zeigen. Auch wenn es in der Not schwer fällt! Gerade bei teuren Schmuck endet oftmals die Strandkorbfreundschaft. 
  • Markieren Sie den Bereich unauffällig (Steine, Muscheln usw.).Messen Sie die Verluststelle per GPS* ein. Gerade bei Verlusten im Wasser ist diese Maßnahme sehr nützlich. Merken Sie sich Strandabschnitt und Korbnummer. Auch ein unscheinbarer Mülleimer oder z.B. DLRG Fahnen sind später hilfreich. 

* Eine ordentliche Einmessung per GPS dauert, je nachdem wie viele Satelliten erfasst werden. manchmal mehrere Minuten. Nehmen Sie sich dafür Zeit!. Auch eine Großaufnahme vom Unglücksort ist später vom Vorteil. Auch Muscheln im der Form von einem z.B. Herz - helfen uns später!